Laserstanzung

Geschrieben von admin am 19. April 2010 in Grafik und Design |

 

Wir freuen uns endlich unsere neuen Visitenkarten in den Händen zu halten. Um dies gebührend zu würdigen möchten wir in diesem neuen Artikel auf die Idee und Herstellung unserer neuen Karten eingehen.

Vor dem Hintergrund des schwierigen Marktes und im Hinblick auf die immerwährende Frage: Was kann man noch mehr machen?, stellten wir uns dem Thema und beschlossen im Kleinen mit dem "Mehr" zu beginnen. Eine der günstigsten Varianten der Werbung, unserer Meinung nach, ist die Visitenkarte. Diese kann man, wie in den meisten Fällen, als einfaches Medium zum schnellen analogen Informationsausstausch sehen oder man kann versuchen über diesen Weg bereits das fünkchen Mehrinteresse zu wecken. Deshalb entschieden wir uns für die Gestaltung neuer Visitenkarten.

In einer unserer vorhergehenden Artikel schrieben wir bereits über das Thema der "Aussergewöhnlichen Visitenkarten". Diese, teilweise sehr skurilen, Visitenkarten empfanden wir als den richtigen Ansatz und fingen an einige Entwürfe für unseren Eigenbedarf zu kreieren. Bis daraus irgendwann die finale Version entstand wurde viel diskutiert, verworfen und wieder von vorne angefangen.

Auf die "zündende" Idee brachte uns unser Logo. Warum sollte man nicht dieses aggresive Logodesign als Gestaltungselement für eine Laserstanzung hernehmen? Ein neuer Ansatz dem schnell erste Zeichnungen und Blindmuster folgten. Diese fanden von Anfang an die erhoffte Zustimmung aller Beteiligten. Nun ging es daran, die richtigen Partner für dieses Projekt zu gewinnen, denn die Explosionsstrahlen sollten, gemäß unserem Entwurf, ausgestanzt und so unserem Claim "Andere Ansichten. Bessere Aussichten" (In diesem Fall wohl eher "Bessere Durchsichten".) gerecht werden.

Was den Druck der Karten angeht, war die erste Wahl die Druckerei Eisenhardt in der Windeckstraße in Frankfurt am Main. Hier ist man immer gut aufgehoben, wenn es um spezielle Druckaufträge geht. In einem älteren Artikel berichteten wir bereits über eine besondere Dienstleistung der Druckerei Eisenhardt, den Letterpress (Buchdruck), bei dem ein altes Druckverfahren, neu belebt wird.

Bei der Laserstanzung wurde es da schon schwieriger, den richtigen Partner ausfindig zu machen. Aber nach dem Studieren alter Unterlagen und einigen Telefonaten stießen wir auf die Firma KREMO Laser-Papierfeinstanzungen in Mosbach. Wie sich später herausstellen sollte, war dies genau die richtige Wahl für uns. Bei einem Besuch vor Ort, wurden wir vom Kremo-Team sehr herzlich empfangen und fühlten uns gleich wohl. Die Räumlichkeiten geben einem sofort ein Gefühl von Geborgenheit und man spürt, dass hier mit viel Herz gearbeitet wird. Genau der richtige Kontrast also zu unserer aggresiven Explosion!

Auch die nächste Hürde meisterte KREMO mit Bravour. Denn unsere Vorgabe, an den Rändern unser Laserstanzung das Papier braun werden zu lassen, also die Schmauchspuren einer Explosion zu simulieren, funktionierte nach einigem Experimentieren, sehr gut. Mit einem sympatischen Schmunzeln auf den Lippen verriet uns Karl Kretschmer, Geschäftsführer von KREMO, dass die Meisten seiner Kunden keine Schmauchspuren wünschen. In der Regel besteht die Aufgabe darin, die Ränder der Stanzung so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Das dies die eigentliche Stärke des KREMO-Teams ist, kann man auf der Webseite des Unternehmens in Text und Bild nachschauen.

Das absolute Meisterstück des Unternehmens, ist das Buchprojekt "Your House" des Künstlers Olafur Eliasson im Auftrag des Museum of modern Art New York. Eine kleine Impression ist auf dem Video zu betrachten, allerdings kommt die wahre Erkenntnis erst, wenn man das Objekt in Natura gesehen hat. An dieser Stelle möchten wir dem ganzen KREMO-Team noch einmal vielen Dank, für die Einblicke in die Welt des Laserstanzen, sagen.

Auf den folgenden Bildern ist die Enstehungsgeschichte in Kurzform aufgezeigt.

Laserstanzung


Wie präzise und trotzdem schnell diese Laserstanzung funktioniert, kann man auf dem Video ganz gut erkennen.

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